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Wurstrückruf: 1000 Münchner Unternehmen reduzieren den Auftragsbestand – diese Produkte sind betroffen



Wurstwaren der Firma Wilke wurden zurückgerufen. Es gab bereits drei Todesfälle (Symbolbild).

© dpa / Rolf Vennenbernd

Es ist ein Skandal mit ungünstigen Ausmaßen: Wurst aus Hessen, beladen mit Bakterien, wurde bundesweit in Bayern verkauft. In welchen Waren die Gefahr lauert, ist der Verbraucher oft schwer oder gar nicht zu erkennen.

München ̵

1; Anfang Oktober warnte der Bundesrat für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erstmals vor dem Verzehr bestimmter Wurstwaren der Firma Wilke – der Rückruf wurde am 2. Oktober veröffentlicht. In der Wurst des Herstellers waren gefährliche Bakterien namens Listeria entdeckt worden. Gleichzeitig ist es traurige Sicherheit: Waren von Wilke sind mit drei Todesfällen und mindestens 37 weiteren Krankheitsfällen verbunden.

Auch in Bayern hätte dieser Spross Verletzungen verursachen können. Wie in BR berichtet, müssen Waren in Hunderten von Fabriken wie Speiseräumen, Restaurants, Krankenhausküchen und Supermärkten gesichert werden. Allein in München sind 1.000 Unternehmen vom Wurstrückruf betroffen. "Die Informationen über den Rückruf wurden in der Stadt München von ihrer Aufsichtsbehörde, der Regierung von Oberbayern, einer Lebensmittelkontrolle unterzogen", sagte ein Sprecher des KVR.

Wurstrückruf: Diese Produkte sind betroffen – Im Krisenfall verbindet sich das System

Verräterisch ist, dass der Name Wilke auf Etiketten auf Würsten oft nicht vorkommt, da diese unter verschiedenen Eigenmarken in Discountern und Großhändlern vermarktet werden. Nur wer auf der Website lebensmittelwarnung.de hart klickt, findet eine Liste der Produkte und Marken. Betroffen sind Hunderte von Produkten, darunter (Pizza-) Salami, Schinken und Aufschnitt. Ikea und Metro haben den Verkauf von Wilke-Würstchen bereits Anfang Oktober eingestellt. Wir hatten Kontakt zu großen Lebensmittelketten: Netto, Lidl, Rewe, Real, Aldi und Hit geben an, keine Produkte von Wilke zu kaufen. Edeka hat sich bisher nicht gemeldet.

Sprossenwurst: Welche Geschäfte Wilke-Wurst führte, wurde von den Behörden nicht veröffentlicht.

© dpa / Uwe Zucchi

Welche Geschäfte Wilke-Wurst betrieb, wurde von den Behörden nicht veröffentlicht. Dies kritisiert Sabine Hülsmann vom Bayerischen Verbraucherzentrum. Nicht nur im Krisenfall hat das System einen Hagel: "Insbesondere muss die Rückverfolgbarkeit von Produktion und Handel transparenter sein, damit die amtliche Überwachung jederzeit auf dieses System zugreifen kann", sagt sie. Und: Die Verantwortung für die Überwachung muss künftig auf Länderebene liegen. Zuvor hatte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) diese Besorgnis geäußert.

Rückruf von Wilke-Wurst: Wie der KVR München auf die Situation reagiert

Der SPD-Gemeinderat Christian Vorländer sieht ähnlich aus: "Die Landesregierung und die staatliche Behörde für Lebensmittelsicherheit stehlen oft ohne Verantwortung", sagt er. CSU-Agentur Sebastian Schall und die grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Habenschaden übernehmen die Aufgabe der Stadt. Schall plädiert für verstärkte Lebensmittelkontrollen durch den KVR. Haben Damage benötigt Informationen über die Verbreitung kontaminierter Würste in München und über Maßnahmen zur Warnung und zum Schutz der Verbraucher. Unabhängig vom Skandal will KVR ohnehin bei der Lebensmittelinspektion zusammenkommen: Nächste Woche wird die Stadt sechs neue Stellen bewilligen.

Wichtig zu wissen: Produkte des Wurstherstellers sind an der DE DE 203 EG-Kennzeichnung zu erkennen. Das Problem: Wer im Esszimmer oder an der Küchentheke im Supermarkt ist, sieht diese Kennung nicht. Gleiches gilt für Patienten in Krankenhäusern, Bewohner von Pflegeheimen oder Eltern von Kindern, die in der Kindertagesstätte essen. Eine Sprecherin der Klinik München teilt auf Anfrage mit, dass sie bei Bekanntwerden des Rückrufs sofort "reagiert" habe. "Potenziell kontaminierte Lebensmittel wurden sofort entfernt." In der Münchner Klinik sei dafür gesorgt worden, dass keine degradierten Lebensmittel verwendet würden, betont die Sprecherin.


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