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West-Nil-Virus in Sachsen-Anhalt: Stillstand



In Sachsen-Anhalt wird das exotische West-Nil-Virus offenbar auch in Zukunft eine Bedrohung darstellen – insbesondere für Vögel. Hintergrund sind in diesem Jahr etwa zehn nachgewiesene Infektionen mit dem Tropenvirus. In der Folge starben drei Schneeeulen im Magdeburger und im Wittenberger Zoo. Experten gehen davon aus, dass sich das Problem in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird.

Doreen Werner, Biologin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg bei Berlin, sagte, dass bei MDR SACHSEN-ANHALT seit zwei Jahren ein zunehmender Trend zu verzeichnen sei. "Wahrscheinlich führt der Klimawandel zurück zum wärmeren Sommer und damit zu den besseren Voraussetzungen, dass sich das Virus auch in Deutschland verdoppelt", sagte der Experte. Die Vektoren waren Mücken. Manchmal seien Pferde und Menschen infiziert, erklärte Werner: "Bei Pferden und Menschen sind ähnliche Symptome zu beobachten, angefangen bei sehr einfachen schwächenden Symptomen, Fieber und Muskelzittern, aber die Sterblichen bei Pferden und Pferden können beim Menschen zum Tod führen."

] Da es nur eine wirksame Impfung für Pferde gibt, muss das Mückenschutzmittel verbessert werden, sagt Kerstin Albrecht, Tierärztin beim Landesamt für Verbraucherschutz. "Sie sollten sehen, dass Sie die Mückenpopulation niedrig halten", sagte der Abteilungsleiter. Sie geht auch davon aus, dass das Virus 201

8 über einen Zugvogel mit einer Mücke eingeschleppt wurde. Es werden daher Moskitonetze zum Schutz von Häusern und Käfigen empfohlen. Darüber hinaus sollten Regentonnen abgedeckt und Vasen evakuiert werden, um Mückeninfektionen zu vermeiden. "Wenn wir die Mücken reduzieren oder in Schach halten und uns nicht erreichen lassen, sind wir auch sehr effektiv gegen das West-Nil-Virus geschützt."

2018 wurde das West-Nil-Virus erstmals in einem Vogel in Deutschland entdeckt – einem Bartkauz im Bergzoo Halle. Eulen, Greifen und Raben sind die Hauptwirte des aus den Tropen stammenden Virus. Es wurde erstmals 1937 in der West-Nil-Region Ugandas, später in anderen afrikanischen und asiatischen Ländern entdeckt und verbreitete sich dann schnell in fast allen Teilen der Welt, in den 1990er Jahren sogar über den Atlantik.

Das ECDC der Europäischen Gesundheitsbehörde berichtete, dass in diesem Jahr Mitte August 69 Personen, hauptsächlich aus Griechenland und anderen südeuropäischen Ländern, infiziert waren. Sechs von ihnen starben. In Deutschland war 2018 ein Tierarzt bei der Autopsie eines toten Vogels infiziert worden.


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