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"Streams" gegen Kovac: Bayern kapituliert vor ihren Spielern



Niko Kovac ist auf den Widerstand einiger bayerischer Spieler gestoßen. Das hat Präsident Uli Hoeneß gesagt. Dass es zu einem Punkt kommen könnte, an dem ein Trainer erneut über den Ärger der Fußballspieler stolpert, wirft Fragen auf.

Wie kann das sein? Die Bayern werden (noch) von den beiden mächtigsten Fußballmanagern Deutschlands angeführt – und dann muss einer dieser beiden, Uli Hoeneß, zugeben, dass die Leistung der Spieler so groß ist, dass der Verein vom Trainer getrennt wird. Von Niko Kovac. Wo ist der eigene Glaube oder der Nicht-Glaube an die Mächtigen? Auf jeden Fall eröffnet sich eine fantastische Parallele. Sogar Kovacs Vorgänger Carlo Ancelotti war auf die Abneigung der Spieler gestoßen, ihm noch zu folgen. Der Italiener habe den "Feind" ins Bett gebracht, sagte Hoeneß. Zu dieser Zeit und jetzt übernahmen die Leiter der temporären Ausbildung die Eigenschaften menschlicher Fallensteller: Ancelotti wurde von Jupp Heynckes gefolgt. Bei Kovac nun sein Trainer Hansi Flick.

Und dann, wie heute, war der Wechsel überwältigend: Mit einem spektakulären 5: 0 gegen den SC Freiburg kehrte Heynckes von der Trainerrente zurück und Flick erhöhte sein souveränes 2: 0 gegen Piräus auf 4: 0 gegen Borussia Dortmund. Während Heynckes Engagement von Anfang an begrenzt war, was Hoeneß nie glauben wollte, ist die Verantwortung für Flicks Verantwortung nicht mehr klar definiert.

Derzeit sagte Karl-Heinz Rummenigge, ein weiterer mächtiger Beamter, dass Hansi fortfährt. Weil es Hansi gut geht. Und er gibt dem Verein Ruhe bei der Trainersuche. Es scheint dringend nötig. Für den Verein muss nun unbedingt die Frage beantwortet werden: Wer kann diese Mannschaft so führen, dass sie sich erneut sportlich betätigen kann, um die zupfende Sehnsucht nach den Henkelpotten endlich zu stillen? Und zwar so moderiert, dass die Spieler aufgrund einer vorzeitigen Trennung nicht wieder vertreten?

"Ströme, die den Trainer weg wollten"

Das meinte Hoeneß gut, als im ZDF-Sportstudio von "Strömungen im Team" gesprochen "wurde, die den Trainer entfernen wollten." Und das bewegte die Geschäftsführung zu einer Reaktion. Ob diese Wörter mit amtlicher Mitteilung zusammenfallen? Bei ja zu einem Rücktrittsangebot vom Trainer war die Rede. Das war's Die Tatsache, dass es Klagen gegen Kovac gab, ist nicht verwunderlich, nur dass Hoeneß das Kräfteverhältnis so klar benennt und aufdeckt.

Der "Kicker" einer "Lücke" zwischen einigen Spielern und dem Trainer hatte Ende Oktober berichtet, dass dort eine Unzufriedenheit mit dem pädagogischen Design geschrieben worden sei. Von zu viel Nachdruck auf Abwehrarbeit. Fehlende taktische Details. Fehlender Ballbesitz, fehlende Strukturen und wiederholte Züge. Wieder. Es gab Bewegungen in unterschiedlichem Ausmaß und Intensität, die den kroatischen 1

6-Monats-Zeitraum begleiteten.

Gleichzeitig verzeichneten die Zeitungen "Bild", das von den Rebellen gehört haben sollte. In der Tat gibt es nicht viel Vorstellungskraft zu denken, dass Thomas Müller einer der Fußballspieler gewesen sein sollte, der gegen die Trainer-Reserverolle war, Notnagel, es war so ziemlich zusammen. Das wird aber nicht bestätigt. Und wird es wahrscheinlich niemals tun. Aber auch unter Ancelotti gehörte der große Bayer nicht zu den Spielern, die mit ihrer Situation zufrieden waren. Und danach durften Trinkgeld gegeben werden.

Die anderen Fußballspieler, die jetzt dem Anti-Kovac-Lager zugeschrieben werden, sind Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Javi Martinez und Robert Lewandowski. Jeder hat vernünftige Beweise. Aber auch keine Bestätigungen. Neuer sprach nach Klatsch in Frankfurt, nachdem der Trainer endlich abreisen musste, von einem nicht gewaltigen Wunder. Zuvor hatte er bereits gewarnt und nicht immer nach Ausreden gesucht. Das hatte Kovac zum Teil getan. Kimmich hatte wiederholt über naive Fehler und mangelnde Dominanz im Bayern-Spiel geklagt. Lewandowski kritisierte wiederholt die manchmal entmutigten Taktiken und sah sogar ein großes Vakuum von Führungsspielern. Er sah nur sich und Neuer.

Und Martinez, der vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim mit Tränen auf der Bank saß, spielte bei Kovac nur eine untergeordnete Rolle. Flick, der noch als Co-Trainer tätig war, gab dem Spanier väterlichen Trost. Ein menschlicher Gefangener. Und er machte ihn als Manager direkt wichtig. Als leiser Stabilisator der Abwehr. Genau wie Müller. Als vielbeschäftigter und führender Entertainer der Offensive. Kimmich und Neuer wurden trotzdem angehalten. Lewandowski trotzdem.

Kovac wurde nie ein starker Trainer

Nun hat es der FC Bayern seinen Spielern einigermaßen leicht gemacht, sich gegen Kovac zu positionieren. Die internen Auseinandersetzungen zwischen Hoeneß – dem Schutzpatron der Kroaten – und Rummenigge – dem Täter – haben den Trainer in München nie stark gemacht. Rummenigge hat daher kaum gezögert, auf das Angebot von Kovac zu reagieren. Die empfohlenen Drehstopps und Tipps zum Einrichten von Hoeneß haben Kovac geschwächt, da er so geräumig ist. Nicht nur drinnen, sondern auch draußen. Auch der Doppelsieg half dem Trainer nicht. Kovac hat also nie das Image verloren, eher ein Notfall als eine gewünschte Lösung gewesen zu sein.

Thomas Tuchel wurde vor Kovac gehandelt. Auch Julian Nagelsmann. Die Clubmanager konnten mit keinem von ihnen kommunizieren. Und der absurde Glaube, dass der 74-jährige Heynckes lange beschäftigt war, lähmte seine Bemühungen weiter. Übrigens, auch bei Ancelotti waren die Manager anscheinend nicht grün. Während Rummenigge später erklärte, er habe bei der Trennung geweint, schlug Hoeneß den Italiener gut.

Aber wie geht es weiter? Klar, soweit bei Flick. Aber ist es wirklich gut für die große Lösung? Sein Start war gut, aber auch die Bedingungen waren günstig. Dass Martinez als Defensivchef spielte, lag auch an den fehlenden Möglichkeiten: Niklas Süle wurde verletzt, Lucas Hernandez auch, Jerome Boateng gesperrt. Dass Müller eingesetzt wurde, ist auch Philippe Coutinho zu verdanken, der immer noch der empörendste ist. Flick kennt aber auch den emotionalen Wert der beiden alten Erfolgshelden. Die legendäre und entwickelte Mia-san-mia ist ihnen absolut geschenkt. Nicht erst seit dem Champions League-Triumph 2013. Und im Verein ist das unglaublich wichtig.

Gleichzeitig ist Coutinho mit seiner derzeitigen Rolle als Bank Thiago nicht zufrieden. Wie lange wird der letzte grob vernachlässigte Spanier ruhig bleiben? Unklar. Flick, der ursprünglich nur für zwei Spiele angesetzt war, wird bald klare Entscheidungen treffen müssen. Gute entscheidung Eine neue Situation für ihn. Eine schwierige.

Sucht Flick die große Lösung?

Derzeit ist die Stimmung gut, der Wille groß, das Leid geweckt, der Spaß zurück. Die Blitzumwandlung ist gut für den Verein, wirft jedoch nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Spieler. So hatte Kapitän Neuer nach der rasanten Verlegenheit des Pokals im Zweitligisten VfL Bochum bereits die Frage nach dem Charakter gestellt. Das ist eine schlechte Erklärung, die Rummenigge nach dem Sieg sagte: "Wenn ein Neuling eintrifft, fängt man von vorne an, mit einem neuen Geist, einem neuen Willen, und dann funktioniert es als Spieler, so ist es passiert."

Aber wie schafft das Team Rückschlag? Sportlich und atmosphärisch? Kann der menschliche Fänger Flick es fangen? Oder erfordert es Unverletzlichkeit für Trainer wie Jose Mourinho (gehandelt) oder Thomas Tuchel (möglicherweise verfügbar für die neue Saison)? Und kann Flick den Bayern ein neues, eigenständiges, prägendes System verpassen? Es ist Rummenigges großer Wunsch. Während der Sommerreise hatte er es ausgesprochen und damit direkt den Gegendruck auf den sehr erschöpften, aber erfolgreichen Kovac aufgebaut. Er wurde in seiner ersten Staffel beschuldigt, keine dominante Spielidee zu haben.

Erfolg scheint in München derzeit weniger wichtig zu sein, als die Spieler zu überzeugen. Natürlich ist der Erfolg hier sehr gut. Nein, das könnte sein.


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