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Softbank ist Wirecard nicht direkt beigetreten



Die Tatsache, dass Investitionen in börsennotierte Unternehmen nicht in die Kernstrategie einbezogen wurden, führte laut einem Sprecher an, dass Wirecard nicht direkt in Wirecards firmeneigenen Vision Fund investiert hatte.

Zuvor hatte Softbank über 100 Milliarden US-Dollar in Unternehmen wie WeWork, Uber, Sprint oder Auto1 investiert. Nach den neuesten Informationen verfügt Vision Fund über 88 Anlagen weltweit.

Anfang November war auch bekannt, dass Softbank in erhebliche Turbulenzen geraten war. Zum ersten Mal seit 14 Jahren zog das Unternehmen einen Quartalsverlust zurück.

Vor allem das schädliche New Yorker Startup hat WeWork viel Geld gekostet. Die Japaner erhielten neue Kredite und Aktienkäufe in Höhe von 9,5 Mrd. USD (8,5 Mrd. EUR). Der Büroinhaber WeWork hatte kürzlich Verluste von mehr als einer Milliarde Dollar angehäuft.

Wenn Softbanks Einstieg in Wirecard am Tag vor ihrer Bilanzpräsentation am 25. April die erste Nachrichtenagentur von Bloomberg gemeldet hatte. Die Aktie, die nach Berichten über Unregelmäßigkeiten im damaligen Büro in Singapur unter Druck geriet, verhalf ihr zu einem kräftigen Aufschwung. Investoren betrachteten es als Vertrauensvotum, wenn ein globaler Technologieinvestor zu Wirecard stoßen würde.

Schlüsselpartnerschaft

"Mit Softbank haben wir einen Partner gefunden, der nicht nur unsere Leidenschaft für neue Technologien, sondern auch die neuesten Innovationen der Welt teilt. Wir wollen zusammenarbeiten", hieß es in einer Pressemitteilung von Wirecards CEO Markus Braun.

Dank dieser potenziellen Partnerschaft wird Wirecard auch die Märkte für seine eigenen Produkte in Ostasien nutzen und seine Position in Asien stärken. Da die Partnerschaft laut Braun für die Zukunft des Zahlungsdienstleisters von zentraler Bedeutung ist, sollte die Hauptversammlung dies am 1

8. Juni genehmigen.

Es war geplant, eine Wandelanleihe über 900 Mio. EUR mit einem Gesamtumwandlungsrecht von 6.923.076 Aktien an der Wirecard AG auszugeben. Dies entspricht rund 5,6 Prozent des Grundkapitals von Wirecard. Die Duration betrug fünf Jahre, der Wandlungspreis wurde auf 130 Euro je Aktie festgesetzt. Finanzberater von Softbank war die Credit Suisse.

Wenn der Deal abgeschlossen wäre, würden die Japaner zu einem der größten Investoren von Wirecard. Derzeit hält CEO Markus Braun 7,05 Prozent, Fondsgesellschaft DWS 5,92 Prozent und US-Bank Citi 4,93 Prozent.

Aber auch in der Einladung zur Hauptversammlung war von einer Softbank-Gesellschaft die Rede.

In dem im Bundesanzeiger veröffentlichten späteren Beschluss hieß es weiter: "Der Vorstand wurde ermächtigt, die Wandelschuldverschreibungen ausschließlich an die Softbank-Gruppe zu zeichnen in der Softbank-Gruppe (einschließlich einer von einer Gesellschaft der Softbank-Gruppe geführten). "

Der am 6. November vorgelegte Geschäftsbericht für das dritte Quartal erwähnt zuletzt ein" Privatunternehmen "mit einer Softbank-Tochtergesellschaft.

19659006] Zweck ist festgelegt

Das Geld floss Anfang Oktober noch. Der Zweck von 900 Millionen Euro ist seit langem auf Wirecard festgelegt. 340 Mio. EUR werden zur Rückzahlung bestehender Kredite verwendet. Dies ist Berichten zufolge bereits geschehen.

Gegen einen Aufpreis von 200 Mio. EUR werden eigene Aktien zurückgekauft. Der Restbetrag von rund 360 Millionen Euro werde in die Entwicklung von zusätzlichen Zahlungen und Finanzdienstleistungen investiert.

Wirecard spricht auf Anfrage für eine Privatplatzierung einer Tochtergesellschaft bei Softbank. Es stand für das Unternehmen nicht im Vordergrund, wie diese Investition finanziert wurde.

Vielmehr steht die Zusammenarbeit mit Softbank im Vordergrund. Dies geschah kürzlich in Zusammenarbeit mit der Automobilplattform Auto1 Group, dem US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen Brightstar und dem Japaner Oyo, der sechstgrößten Hotelgruppe der Welt.

Gerüchten zufolge soll Wirecard mit einem Dutzend anderer Unternehmen aus dem Softbank-Universum in fortgeschrittenen Diskussionen über das Umfeld des Unternehmens gesprochen haben. Zu Softbank gehören auch Uber und der US-amerikanische Telekommunikationsriese Sprint.

Im Oktober versammelte Softbank Vertreter seiner Tochtergesellschaften in San Francisco, um die Möglichkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen allen Partnern zu untersuchen. Wirecard war auch dabei.

Susanne Steidl, seit Anfang letzten Jahres Mitglied der Geschäftsleitung als Chief Product Officer, lobte Softbank bei einer Veranstaltung am Dienstag dieser Woche im Interview mit dem Handelsblatt als Opener für andere Beteiligungen. "Gerade in den USA hilft viel", sagte der Österreicher.

Softbank handelt proaktiv und führt Wirecard und seine Systeme überall für seine Partner ein. Dies wirkt sich dort stärker aus als die Mitgliedschaft im Deutschen Dax-Index, in dem der Zahlungsdienstleister seit über einem Jahr vertreten ist.

Für Wirecard würde dies einen Markt in Nordamerika eröffnen, in dem das Unternehmen noch nicht sehr gut vertreten ist. Zwar hat der Zahlungsdienstleister das Prepaid-Kartenportfolio von der Großbank Citi 2016 übernommen.

Da der Zahlungsverkehr in Nordamerika jedoch nach wie vor von Kreditkarten und teilweise sogar Schecks geprägt ist, sind Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch dort noch recht selten. Gleichzeitig profitiert Wirecard von einem Boom in Asien, wo die meisten Zahlungen bereits abgewickelt werden.

Die Wirecard-Aktie reagierte auf die Nachricht vom Softbank-Deal am Freitag mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent. Bereits an den Vortagen dieser Woche wurde die Aktie plus gehandelt.

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