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"Schulklasse" für den Klimaschutz: Für Demo statt Klassenzimmer



In vielen deutschen Städten sind die Schüler auf die Straße gegangen, anstatt zur Schule zu gehen. Ihr Ziel: Demonstrieren Sie mehr Klimaschutz. Dass ihnen die Lektion fehlt, ist ein bewusster Teil der Kampagne.

In mehreren deutschen Städten sind die Schüler zum Klimaschutz auf die Straße gegangen – und haben Sammlungen ausgelassen. In Niedersachsen und Bremen zählte die Polizei nur etwa 3.500 Teilnehmer, davon allein 2.300 in Hannover. Nach Angaben der Veranstalter kamen mehr als 130 Studenten für Holzmarkt in Jena und 750 für den Geschwister-Scholl-Platz in München.

Der Protest unter dem Motto "Freitags für die Zukunft" fand auch in mehreren anderen Städten statt ̵

1; unter anderem in Berlin und Hamburg. Die Mobilisierung dafür erfolgt vor allem über Facebook oder WhatsApp-Gruppen. Ein genauer Überblick über die Anzahl der Demonstrationen ist noch nicht verfügbar.

Der Organisator der Proteste in Hannover, Lou Töllner, sagte, die Teilnehmer seien alle an der Beobachtung des Pariser Klimaabkommens und der Phase der Kohleenergie interessiert. "Wir brauchen einen vollständigen Rückzug aus der Kohle und einen Wechsel zu erneuerbaren Energien", sagt Töllner. Das Thema sollte nicht ausgelassen werden.

Greta Thunbergs "Skolstrike" als Modell

Dass die Demonstrationen nicht abends stattfinden, sondern tagsüber während der Schulstunden, ist ein bewusster Teil der Kampagne. Ein Beispiel dafür ist die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit einem mehrwöchigen "Schulstreik" internationale Aufmerksamkeit gefunden hatte und auch zur UN-Klimakonferenz nach Katowice eingeladen wurde.

Die "Schulleitung" sollte darauf hinweisen, dass dies die Generation ist. Wer heute ein junger Mensch ist, der die Folgen des Klimawandels zu zahlen hat, auf die sich die Generationen verantworten müssen. "Warum sollten Sie für eine Zukunft lernen, die möglicherweise nicht existiert?", Sagte der Schwede Thunberg. "Und warum die Fakten über die wichtigsten Fakten vernichten, die die Gesellschaft nicht ernst nimmt?"

Geführte Kritik aus dem Kulturministerium

Niedersachsen Das Kulturministerium unterstützte die Bedenken der Studierenden grundsätzlich, nicht aber die konkrete Form des Protestes. "Wir begrüßen das Engagement der Schüler für den Klimaschutz", sagte ein Sprecher des Kulturministers Grant Hendrik Tonne. Trotz der Befürwortung einer Sache, die es zu schützen gilt, wurden die Voraussetzungen für einen Rücktritt nicht erfüllt. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung kann zwar Vorrang vor der staatlichen Bildungsordnung haben. In diesem Fall muss dies jedoch der jeweiligen Schulverwaltung im Voraus ermöglichen.

Die Aktion "Schulstreik" hat inzwischen Nachahmer in zahlreichen Ländern gefunden. In Belgien beispielsweise sind nach Berechnungen gestern etwa 10.000 Schüler auf die Straße gegangen, anstatt gestern zur Schule zu gehen. Es gab Schilder mit der Aufschrift "Schule schließen, nein, wir kämpfen für unsere Zukunft."

NDR Info wurde am 18. Januar 2019 um 13:00 Uhr zu diesem Thema gemeldet.


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