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Palmer zu Lauterbach: “Du hättest einmal sagen können, dass du falsch lagst”



Panorama Corona spricht bei Maischberger

“Sie hätten einmal sagen können, dass Sie sich geirrt haben”, sagt Palmer zu Lauterbach

| Lesezeit: 4 Minuten

“Ich denke, wir stehen am Anfang der zweiten Welle”

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Die Zahl der Infektionen in Deutschland nimmt wieder zu. Daher sollte es jetzt eine Testanforderung geben, Reisende aus Risikogebieten zurückzukehren. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für dringend erforderlich.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt Sandra Maischberger: Deutschland kann in wenigen Wochen wieder da sein, wo es im März war. Seine ewigen Gegner widersprechen – und beleben ein altes Duell.

D.Er wurde erstmals von Sandra Maischberger ausgestrahlt, nachdem die Sommerreise einigen Zuschauern ein Déjà Vu beschert haben könnte. Mit dem Thema Corona und dem Gast Karl Lauterbach hatten die öffentlichen Gesprächsprogramme bereits das ganze erste Halbjahr gespielt.

Neu war jedoch, dass der lebhafte SPD-Gesundheitsexperte diesmal einen interessanten Gegner im umstrittenen Bürgermeister von Tübingen, Boris Palmer (Grün), bekam. Während des Höhepunkts der Koronapandemie im Frühjahr hatten beide feurige Fernduelle um die richtigen Maßnahmen, bei denen Lauterbach Palmer unter anderem unfaire Anschuldigungen vorwarf und ihn als “Schande über die Grünen” bezeichnete.

Lauterbachs Gegner in der Debatte: Tübinger Bürgermeister Boris Palmer

Lauterbachs Gegner in der Debatte: der Bürgermeister von Tübingen, Boris Palmer

Quelle: WDR / Max Kohr

Bevor die beiden Gegner die Arena betraten, dachten die Ermittlungslegende Günter Wallraff, der Publizist Düzen Tekkal und der Journalist Rainer Hank zunächst über das Thema der Woche nach. Der Schwerpunkt liegt auf der Demonstration gegen die Korona in Berlin. Alle drei ignorierten alle dort gezeigten Hygienemaßnahmen und kritisierten sie gleichermaßen.

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Tekkal sah den Dämon jedoch auch als starkes Signal für Demokratie und Redefreiheit, dem die Leugner der Pandemie ausgesetzt gewesen wären: “Ich finde es sehr bemerkenswert, wenn die Demonstranten über die Koronadiktatur sprechen, aber gleichzeitig das Recht auf Demonstration ausüben.” dann nur, weil die Anforderungen an den Infektionsschutz nicht erfüllt wurden.

Der heutige Gewinner

Der heutige Gewinner war überhaupt nicht im Studio. Die drei Runden haben den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder überraschend einstimmig und mit voller Überzeugung als einstündigen Politiker gestärkt. Die Gruppe war besonders beeindruckt von ihrer Rolle als klarer Krisenmanager.

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In der alten BRD war Bayern immer weit weg, “irgendwo zwischen Bäumen und Recht und Ordnung”, sagte Hank. „Es ist wirklich etwas Neues, dass ein Bayer aus ganz Deutschland auf den Teller kommt. Jetzt in Corona ist er der Gewinner. “”

“Er ist krisenfest, integrativ und hat nicht nur von seinem Schreibtisch aus geliefert”, sagte Tekkal ihm aus. Und selbst Wallraff, der nicht unbedingt als Freund der Union bekannt ist, gab den Lobesängern ein sichtlich schweres Herz: „Leider muss ich zustimmen. Er ist jemand, der korrekte Einschätzungen gibt und Vertrauen in die Krise schafft. Es tut mir leid, wenn ich es gegen meinen Glauben kennzeichnen muss. “”

Der Schlagabtausch am Abend

Dann eröffnete Maischberger mit Lauterbach und Palmer die separate Runde – und beide fielen schnell in die für sie vorgesehenen Rollen. “Sicher, wir stehen am Anfang der zweiten Welle”, sagte Lauterbach von Anfang an mit Sicherheit voraus und wie üblich nachdrücklich nüchtern. “Wir können in ein paar Wochen wieder da sein, wo wir im März waren.” Der pessimistische Unterton ist mittlerweile zu einer Art Lauterbach-Marke geworden. Und genau das mag Palmer überhaupt nicht.

Auf die Frage nach dem vorherigen Konflikt mit Lauterbach bekräftigte Palmer seinen kontroversen Standpunkt: “Das ist jetzt zu apodiktisch und zu apokalyptisch für mich.” Er beschuldigte Lauterbach, Menschen mit seinem Verhalten demoralisiert zu haben. “Es ist mir immer aufgefallen, dass die Lauterbach-Methode die nächsten zwei Jahre gelebt werden muss – und das bedeutet viel Stillstand.”

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Palmer forderte Lauterbach auf, zuzugeben, dass er mit einigen Vorhersagen falsch lag. “Du hättest einmal sagen können, dass du falsch lagst.” Die zweite Welle, die er im Mai und Juni vorausgesagt hatte, fand nicht statt. Und Palmer fügte hinzu: “Und eine Verlängerung der von Ihnen beantragten Aussetzung hätte uns 200 Milliarden Euro gekostet.”

Lauterbach wollte den Schuh nicht anziehen. Es gab keine “Lauterbach-Methode”. Zusammen mit vielen anderen Forschern handelte er nach bestem Wissen und Gewissen. Am Ende waren sich beide einig, jetzt nicht fahrlässig zu sein. Die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Mit erneuten Einschränkungen sollten Familien und Kinder nicht erneut Opfer werden.

Die heutige Analyse

Gegen Ende des Programms diskutierte Maischberger mit dem Politikwissenschaftler Christian Hacke über Donald Trump und die heiße Atmosphäre in den USA in den Monaten vor den Präsidentschaftswahlen. “Jede Vogelscheuche auf dem Weizenfeld sollte tatsächlich gegen Trump gewinnen”, sagte Hacke. Aber die Umstände in den Vereinigten Staaten sind sehr speziell.

In einer klugen Analyse beschrieb er ein dunkles Bild einer zerrissenen Gesellschaft. “Trump möchte den amerikanischen Traum wie eine alte Hollywood-Diva erfinden, und viele denken gerne, dass sie immer noch groß sind. Das ist das Verführerische an ihm. “”

Hacke würde nicht erwarten, dass Trump eine Wahlniederlage akzeptiert. “Er kann seine Macht nicht so schnell aufgeben, wie wir denken.” Selbst Hakes Befürchtungen eines bevorstehenden Bürgerkriegs schienen nicht sehr weitreichend. “Wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein”, war seine beunruhigende Prognose. “Trump hat interne Schlachten geschaffen wie kein anderer.”

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