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Ölriese legt Preisspanne fest: Saudi Aramco zielt auf die Rekordliste



Obwohl die genannte Preisspanne niedriger ist als erwartet, könnte das öffentliche Angebot des staatlichen Ölgiganten Saudi Aramco das chinesische Internetunternehmen Alibaba übertreffen. Die Ausgabe von drei Milliarden Aktien kann 25,6 Milliarden US-Dollar bringen.

Der Float des weltgrößten Ölkonzerns Saudi Aramco tritt nach seiner ersten Ankündigung und mehreren Rückschlägen fast vier Jahre später in seine heiße Phase ein. Am Sonntag fiel nach einer einwöchigen Werbekampagne der Startschuss für das Zeichnen der Zeitungen. Obwohl die Bewertung unter dem ursprünglich angestrebten Ziel liegt, ist das Börsendebüt des öffentlichen Unternehmens möglicherweise immer noch das größte aller Zeiten.

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Die saudische Gruppe gab an, dass die Preisspanne für die drei Milliarden Aktien ̵

1; ein Anteil von 1,5 Prozent – zwischen 8,00 und 8,50 USD liegt. Somit könnte der Börsengang ein Volumen von bis zu 25,6 Milliarden US-Dollar erreichen, was ihn zum größten jemals macht. Auf dem ersten Platz steht noch das Debüt des chinesischen Internetgiganten Alibaba, dessen Börsengang (Börsengang) in New York 2014 ein Volumen von 25 Milliarden US-Dollar hatte.

Laut Reuters-Schätzungen, die auf der Preisspanne basieren, würde eine Schätzung von Saudi Aramco zwischen 1,6 und 1,7 Billionen US-Dollar liegen. Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte zuvor 2 Billionen US-Dollar ins Visier genommen. Die Zeichnungsfrist für institutionelle Anleger läuft bis zum 4. Dezember. Allerdings will der Konzern seine Börse nicht im Ausland vermarkten, sagten mehrere Kenner.

"Derzeit gibt es keine bessere Alternative"

Kronprinz Mohammed hatte jedoch bereits Pläne für einen Börsengang des Ölgiganten im Jahr 2016 angekündigt, die jedoch wiederholt wurden. Er will sein Land unabhängiger von Öleinnahmen machen und Einnahmen aus der Aktienemission in anderen Branchen investieren.

Ein halbes Prozent des staatlichen Unternehmens im Wert von rund 8,5 Milliarden US-Dollar wird an private Investoren verkauft. In Saudi-Arabien läuft seit Wochen eine Werbekampagne mit Plakaten auf den Straßen und Einkaufszentren. Das Gesprächsthema in sozialen Medien, in Cafés oder bei Familientreffen ist das Börsendebüt von Aramco. "Niemand will die Chance verpassen", sagte Ahmed Sanad, der für sich und seine Familie bei einer Bank in der Hauptstadt Riad arbeitet. "Es gibt derzeit keine bessere Alternative."

Die Banken haben bis zum Ende der Zeichnungsfrist für Privatanleger am 28. November geöffnet, um mit dem erwarteten Angriff fertig zu werden. Berichten lokaler Zeitungen zufolge wollen bis zu fünf Millionen Menschen Papier schreiben. Saudische Privatanleger erhalten eine Bonusaktie für zehn Aktien, die sie kaufen, wenn sie sie mindestens 180 Tage in ihrem Depot aufbewahren. Die Regierung fordert die wohlhabenden Landsleute auf, ihr im Ausland angelegtes Geld im Inland zurückzugeben.

Viele sehen dies als Ausdruck ihres Patriotismus, insbesondere nach den Angriffen auf die Aramco-Ölpflanzen im September. Für diese Angriffe werfen die USA und Saudi-Arabien dem archenämischen Iran vor. Kolumnist Anwar Aboalela schrieb auf Twitter: "Die Teilnahme am Börsengang ist eine nationale Pflicht für jeden, der es sich leisten kann." Sogar die religiösen Vertreter im Königreich trommelten auf dem Boden spazieren. "Aramco ist eine Säule der arabischen Wirtschaft", sagte Scheich Abdullah al-Mutlak in einer Radiosendung. Investition ist erlaubt.


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