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IAA: Ford und Toyota wollen die Autoausstellung nach Köln bringen





Auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt herrschte in der Automobilbranche wenig Partystimmung. Veränderung war das vorherrschende Thema. Dementsprechend überlegt die Branche, wie die Messe in Zukunft aussehen könnte und ob sie mit einer Neuausrichtung nicht woanders stattfinden sollte.

Der IAA-Vertrag mit der ehemaligen Frankfurter Messe ist abgelaufen. Die deutschen Hersteller und ihr Verband VDA denken darüber nach, die Messe zu verlassen.

Die Manager der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Automobilhersteller Ford, Toyota und e.Go haben sich nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeiger" für Köln als neuen Standort für die IAA entschieden. "Mit der Game Fair hat die Gamescom Köln bereits bewiesen, dass man mit solchen Formaten umgehen kann", sagte Gunnar Herrmann, Manager von Ford Deutschland.

Toyota-Deutschlandchef Alain Uyttenhoven lobte Köln. Die Stadt "wäre definitiv ein sehr guter Ort für die Show, da nicht nur Ford und Toyota hier sind, sondern auch viele große und wichtige Zulieferer", sagte er.

Günther Schuh, Entwickler des elektrischen Stadtautos e.Go, führte zu deutlichen Standortvorteilen für Köln. Ein industrielles Umfeld sei wichtig für die Messe. Dies findet sich in Köln bei einer Vielzahl namhafter Unternehmen, nicht nur in der Automobilbranche. Der Standort in der Nähe der Kölner Innenstadt ist ebenfalls ein starkes Plus.

Berlin hat neben Köln auch gute Chancen, im Rahmen einer Neuausrichtung der Industriemesse einen Standortzusatz zu erhalten. Ein neues Messekonzept mit veränderten Standorten wird ebenfalls diskutiert. Der VDA strebt eine Standortentscheidung zum Jahresende an.

Wendepunkt in der Autoindustrie

Die IAA war in diesem Jahr nicht nur von den neuen Ideen der Hersteller geprägt, sondern auch von Protesten von Klimaaktivisten. Gleichzeitig sank die Ausstellerzahl von knapp tausend 2017 auf knapp über 800 in diesem Jahr.

Auch die Besucherzahl der IAA Frankfurt ging zurück. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) kamen in diesem Jahr gut 560.000 Besucher. Bei der letzten Ausgabe der Automesse vor zwei Jahren waren es noch 810.000 Besucher, die IAA Cars 2015 hatte sogar 932.000 Besucher in den Frankfurter Messehallen.


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