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Hausmücken können ganze Gebiete verseuchen



Das West-Nil-Virus breitet sich weiter aus: 2018 starben 115 Menschen am West-Nil-Fieber. Die neueste Entwicklung der Krankheit auf einen Blick:

Update, 15. November 2019: Virus bewegt sich gegen Franken – Pferd in Thüringen infiziert

Die Zahl der durch West-Nil-Virus verursachten Infektionen in Deutschland steigt weiter an . Kürzlich wurde bei einem Pferd im benachbarten Thüringen eine Krankheit diagnostiziert. Dies wurde vom Deutschen Tropeninstitut bestätigt. Wie das "Robert Koch-Institut" berichtete, leiden bereits 2019 27 Pferde unter dem gefährlichen Tropenvirus. Im vergangenen Jahr gab es nur zwei bestätigte Infektionen.

Die Statistiken aus den USA zeigen, welche Konsequenzen sich auf den ersten Blick so geringfügig auswirken können: 1

999 wurden von West Nile nur 25 Fälle gemeldet. Bei Pferden stieg die Zahl 2002 auf über 15.000.

Obwohl Pferde und Menschen gleichermaßen vom Tropenvirus betroffen sind, ist die Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen sehr selten. Dennoch empfiehlt das Thüringer Gesundheitsministerium vorsorglich, alle Pferdebesitzer mit ihren Tieren zu impfen – nicht zuletzt, um die Tiere vor unnötigem Leiden zu schützen. Für ein Pferd, das unter dem West-Nil-Virus leidet, kann es zu Meningitis, Lähmungen, Bewegungsstörungen und Muskelschwäche kommen, teilte das Gesundheitsministerium der Deutschen Presseagentur mit.

Update 26.10.2019: Experten appellieren an die Bevölkerung: Sie müssen Mücken bekämpfen

Im Kampf gegen das gefährliche West-Nil-Virus hoffen Experten nun auf die Hilfe der Bevölkerung. Dies betonte Norbert Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft in Speyer. Anders als die relativ seltene asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist die Hausmücke (Culex pipiens) allgegenwärtig. "Wir können sie nicht loswerden, wir können sie nur eindämmen", sagte Becker von der Deutschen Presseagentur.

Angesichts der Tatsache, dass durch einheimische Mücken übertragene West-Nil-Virusinfektionen in Deutschland nachgewiesen werden, waren auch konventionelle Methoden gefragt: Vom Regenfass über die Gießkanne bis zum Vogelbad – offene Wasserstellen in Gärten waren die Brutstätte für Haus- und Tigermücken und müssen ausgetrocknet oder abgedeckt werden. . Der Fachmann empfiehlt auch sogenannte BTI-Tabletten für Regentonnen. Die biologisch aktive Substanz zerstört den Darm von Mückenlarven und tötet sie ab.

Nach Angaben des professionellen Obermückenjägers vom Oberrhein sind weitere Untersuchungen erforderlich, um genaue Übertragungswege zu ermitteln – zumindest aber eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Mückenforschern. Beispielsweise hielt Rheinschnake die Übertragung des West-Nil-Virus, der Asiatischen Buschmücke (Aedes japonicus), als Vektor für undenkbar.

Und was ist mit der Tigermücke? Obwohl die Mücke nicht so häufig ist, behauptet Becker, dass sie mehr als 20 Arten von Viren übertragen kann, darunter die Viren Zika, Dengue und Chikungunya. Die in Italien bereits weit verbreitete Mückengattung, die von Atem und Schweiß der Menschen angezogen wird, ist heute in mehreren Gebieten Südbadens beheimatet.

Um Brutstätten auszutrocknen "gehen wir von Haus zu Haus", sagt Becker. "Es ist wichtig, dass alle mitmachen. Ein oder zwei Parzellen können ganze Gebiete kontaminieren." In seinen Worten besteht kein Grund zur Panik. Aber nur die Tigermücke muss beachtet werden.

Update 26. 10.2019: In Westdeutschland häufen sich Fälle von West-Nil-Viren

Obwohl das Risiko von Mückenstichen im Winter geringer ist, sollten Pferdebesitzer insbesondere in Ostdeutschland in Betracht ziehen, ihr Tier gegen das West-Nil-Virus zu impfen. Dies wird berichtet von der Deutschen Presseagentur (dpa).

"Wenn es milde Winter gibt, können auch mehr infizierte Mücken überleben. Offensichtlich häufen sich die Beweise und die Gefahr nimmt nicht ab", sagt Prof. Dr. Klaus Osterrieder, Leiter des Instituts für Virologie der Freien Universität Berlin

Weitere Fälle in Deutschland

Das West-Nil-Virus wird von Mücken übertragen und war bereits in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und schließlich in Thüringen nachweisbar. Neben Vögeln und Menschen können auch Säugetiere wie Pferde betroffen sein.

Bei betroffenen Pferden kann die Erkrankung variieren. Die meisten Tiere zeigen keine Symptome, aber bei einigen verursacht eine Infektion Muskelzittern, Schwäche und Lähmung. In manchen Fällen ist es sogar tödlich.

Impfung kann Leben retten

"Wenn ich ein Pferd in einem betroffenen Gebiet hätte, würde ich es impfen", sagt Osterrieder, ein Mitglied des Veterinärs der Impfkommission. Die zugelassenen Impfstoffe werden gut vertragen.

Zum Schutz vor Blutabsaugung empfiehlt das Land Niedersachsen das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zur Abdeckung von Wassertanks. Dies reduziert die Vermehrung von Mücken. Es wird auch ein Mückenschutzmittel empfohlen, das Insekten vom Pferd fernhält.

Update 24.10.19: Wahrscheinlich Hunderte von West-Nil-Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland

Nach einem ersten Fall vor einigen Wochen wurden zwei weitere Patienten in Deutschland ohne Virusinfektion entdeckt. Betroffen sind zwei Frauen, die im Spätsommer in Berlin und Wittenberg (Sachsen-Anhalt) krank sind, sagt Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) am Donnerstag auf der Deutschen Presseagentur ( dpa ).

Um die erste infizierte Person aus der Region Leipzig gibt es auch andere Verdachtsfälle, den Virologen. Nach Angaben des Dresdner Gesundheitsministeriums kommen zwei Patienten unter 35 Jahren aus der Stadt und dem Landkreis Leipzig.

Die Vielfalt schwerer Krankheiten ist erschreckend, sagt Schmidt-Chanasit. "Es ist nur die Spitze des Eisbergs." Nur etwa ein Prozent der Infektionen führte zu derart schweren neuroinvasiven Erkrankungen. Demnach würden Hunderte anderer Infektionen mit einer geringen Lebenserwartung angenommen, die nicht diagnostiziert wurden. "Das West-Nil-Virus befällt offenbar viel mehr Menschen in Deutschland als bisher angenommen."

Es ist zu erwarten, dass sich das Virus in Deutschland und in den kommenden Jahren weiter festsetzen wird, insbesondere bei überdurchschnittlich heißer und längerer Hitze. Dies sagte das Robert Koch-Institut in Berlin im Sommer.

In etwa 80 Prozent der Fälle verläuft eine West-Nil-Virus-Infektion symptomlos und wird daher nicht erkannt. Laut RKI gibt es knapp 20 Prozent milde, unspezifische Symptome wie Fieber oder Hautausschlag. Diese bleiben oft unbemerkt. Schwere und tödliche Fälle betreffen in der Regel ältere Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen.

Update 27.09.2019: Erste Infektion mit dem gefährlichen Erreger in Deutschland

Wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte, handelt es sich nun um den ersten Fall einer Infektion mit dem gefährlichen West-Nil-Virus (WNV) in Deutschland. Ein 70-Jähriger aus Sachsen erkrankte im August an Enzephalitis. In der Zwischenzeit hat sich die Person erholt.

Im Herbst sinkt das Risiko einer Neuinfektion wieder, wie das Robert Koch-Institut (RKI) weiter mitteilt. Die Mehrzahl der Infektionen beim Menschen ist harmlos, nur weniger als 1% der Betroffenen leiden an einer Meningitis (Meningitis). Dies kann tödlich sein.

Update vom 23.09.2019: West-Nil-Virus erfolgreich bei Mücken überwintert

2018 wurde das West-Nil-Virus erstmals bei Vögeln in Deutschland gefunden und hat nach und nach auch Menschen. betroffen. Jetzt sind neue Fälle bekannt geworden.

Von Anfang Juli bis Mitte September 2019 untersuchten Experten den Erreger von 37 Vögeln aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Fünf Pferde sind ebenfalls betroffen. Dies ist klar – das Virus wurde mit überwältigendem Erfolg in einheimischen Mücken überwintert .

Obwohl das Risiko einer Infektion mit dem West-Nil-Virus für die deutsche Bevölkerung gering ist, ist dies nicht auszuschließen. In den meisten Fällen verläuft die Infektion beim Menschen asymptomatisch. Manchmal sind dies jedoch Symptome wie Fieber und grippeähnliche Symptome. In seltenen Fällen kann es auch zu Gehirn- oder Hirnhautentzündungen oder sogar zum Tod führen. Derzeit wurden in Deutschland keine Fälle von West-Nil-Fieber beim Menschen gemeldet.

Um Infektionen vorzubeugen, wird empfohlen, sich vor Mückenstichen zu schützen. Langärmlige Kleider oder Insektizide können Mückenstiche verhindern. Ein Impfstoff gegen das Virus ist derzeit nicht verfügbar.

Update, 05.10.2018: West-Nil-Virus Tschechische Republik

Ein 50-jähriger Mann wurde mit West-Nil-Fieber in ein tschechisches Krankenhaus eingeliefert. Ihm zufolge war er in letzter Zeit nicht im Ausland. Wie das Krankenhaus in Breclav an der Grenze zu Österreich am Montag vom CTK mitteilte, war sein Zustand stabil. Im August starb ein 72-jähriger in der Tschechischen Republik an dem Virus.

Update vom 21.09.2018: Sterblichkeitsrate dramatisch gestiegen, mehr Fälle als letzte Woche

Nach Angaben des EU-ECDC-Gesundheitszentrums vom Freitag ist in Europa nachweislich 115 Menschen an West-Nil-Fieber gestorben . Es gibt 25 registrierte Fälle mehr als in der Woche zuvor. Die Anzahl der nicht gemeldeten Fälle kann jedoch erheblich höher sein, da die meisten Betroffenen keine oder nur harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Schmerzen im Körper haben.

Bis Donnerstag hatten die EU-Länder 1134 Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet, weitere 186 mehr als in der Vorwoche. Italien verzeichnete besonders hohe Todesfälle (35), gefolgt von Serbien (29) und Rumänien (25). Für Griechenland wurden 24 Todesfälle gemeldet, während das griechische Gesundheitsministerium am Donnerstag 28 Todesfälle meldete.

Das West-Nil-Virus ist tatsächlich nur in seltenen Fällen tödlich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts leidet nur etwa einer von 150 Infizierten an schweren Erkrankungen wie Meningitis. In der Regel ist es bei bestehenden Verhältnissen älter.

Das Virus befällt hauptsächlich Vögel, kann aber auch Pferde befallen. Ende August wurde der Erreger erstmals in Deutschland entdeckt. Alle Betroffenen waren jedoch im Ausland infiziert.

Update, 21.09.2018, 06.10 Uhr: Toter Falke in Nordsachsen infiziert

In einem Falken in Sachsen wurde das West-Nil-Virus festgestellt. Dies gab das Verbraucherschutzministerium am Donnerstag bekannt. Es ist mindestens das vierte nachgewiesene West-Nil-Virus bei einem Vogel in Deutschland. Nach Angaben des Ministeriums hat das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus am Mittwoch bei einem Tier in Bad Düben (Landkreis Nordsachsen) bestätigt.

Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen. Sie kommt hauptsächlich bei Vögeln vor. Beim Menschen bleibt die Infektion oft unangenehm bestehen. Es kann aber auch zu Kopfschmerzen und Schmerzen im Körper und sogar zum Tod führen. Das Virus ist derzeit unter anderem in Südeuropa verbreitet, wo viele Menschen daran gestorben sind.

Vor einigen Wochen wurde das Virus in einer verfaulten Barteule aus Halle / Saale (Sachsen-Anhalt) entdeckt. Es war der erste bestätigte West-Nil-Fall eines Vogels in Deutschland. Darüber hinaus wurden zwei weitere West-Nil-Infektionen bei Vögeln bekannt – ein weiterer Fall in Sachsen-Anhalt und einer in Bayern.

Update, 20.09.2018, 20:28 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Griechenland steigt

In Griechenland nimmt die Zahl der Menschen, die an West-Nil-Fieber leiden, weiter zu. Nach neuen Angaben starben in diesem Jahr 28 Menschen an den Folgen der Viruserkrankung. Innerhalb von sieben Tagen gibt es fünf weitere Opfer. Fast 230 weitere Infektionen wurden registriert die meisten davon auf der Peloponnesischen Halbinsel und auf dem Land um Athen und in der Umgebung der Hafenstadt Thessaloniki. Dies teilte die zuständige Behörde des Gesundheitsministeriums (Keelpno) am Donnerstag in Athen mit. Der Studie zufolge werden derzeit 26 Menschen in Krankenhäusern behandelt, davon elf auf Intensivstationen.

Die tatsächliche Anzahl der Infizierten ist wahrscheinlich viel höher: Die meisten Betroffenen haben keine oder harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Schmerzen im Körper. Das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

Update, 20.09.2018, 11:30 Uhr: Usutu-Virus im Zusammenhang mit dem West-Nil-Virus nimmt zu

Dies hängt eng mit dem gefährlichen West-Nil-Virus zusammen. Das Usutu-Virus tritt immer häufiger auf. Das Usutu-Virus wurde bisher bei 25 toten Vögeln in Bayern gefunden. Die meisten Fälle liegen in Mittelfranken, nämlich in der Stadt Nürnberg und im Landkreis Roth. Das Infektionsrisiko beim Usutu-Virus sei für den Menschen sehr gering, so das LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Erlangen). Bisher sind weltweit nur sehr wenige Krankheitsfälle bekannt. Es kann jedoch sein, dass die mit dem Usutu-Virus infizierten Vögel auch das westliche Nilvirus tragen. Bei Vögeln bleibt die Infektion mit dem West-Nil-Virus normalerweise asymptomatisch.

Update 15.9.2018: West-Nil-Virus breitet sich in Bayern aus? Tote kleine Eule gefunden

Nach einem Fall von West-Nil-Fieber in einer kleinen Uwl in Bayern zielen Mücken auf den Zoo. Außerdem sollen Mückenlarven bekämpft werden, wie Sandra Klimm, Tierärztin im Wildpark Poing, am Freitag mitteilte. Gefundene tote Wildvögel werden daher in Zukunft auf das Virus untersucht. Bundesweit gibt es mittlerweile drei Berichte über West-Nil-Fieber bei Vögeln, zwei davon in Sachsen-Anhalt. Experten befürchten, dass von Mücken übertragene Krankheitserreger, die auch auf den Menschen übertragen werden, in Deutschland bislang nicht heimisch sind.

Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg hält es für sinnvoll, auch Tierpark-Mitarbeiter zu untersuchen. Die Mehrzahl der Infektionen beim Menschen wird nicht erkannt, da die Betroffenen keine oder nur geringe Symptome aufweisen. In den letzten Jahren gab es in Deutschland sechs oder sieben importierte West-Nil-Fälle. Die Registrierungspflicht besteht erst seit 2015.

In Süd- und Südosteuropa gibt es in dieser Saison eine besonders heftige Infektionswelle mit bereits registrierten 90 Todesfällen, insbesondere bei älteren Menschen. Am stärksten betroffen sind Serbien (29 Todesfälle), Italien (21), Griechenland und Rumänien (beide 19), wie die Europäische Gesundheitsbehörde am Freitagnachmittag angekündigt hat. Forscher gehen davon aus, dass auch in Deutschland vorkommende Mückenarten das Virus übertragen können.

Blutspende auf Viren testen

Schmidt-Chanasit sprach sich auch dafür aus, Blutspendedienste auf das Virus zu testen – sagt in Bayern bislang nicht der Fall. "Wenn Sie wissen, dass das Virus im Umlauf ist, muss darüber diskutiert werden", sagte er. Er geht davon aus, dass infizierte Mücken aus Südeuropa Infektionen in Deutschland verursacht haben. Die Insekten könnten leicht per LKW oder Güterzug eingeschleppt werden.

"Wir gehen davon aus, dass es sich bei unserer Bartkauz um einen Einzelfall mit dem Eindringen von Krankheitserregern aus der Wildvogelpopulation handelt", heißt es im Spielpark im Landkreis Ebersberg. Eine Infektion ist nur durch Mückenstiche und nicht durch Kontakt mit Vögeln möglich. Die Standorte in Sachsen-Anhalt – beeinflusst von einer Bartkauz im Zoo Halle und einem freilebenden Falken in Weißandt-Gölzau – liegen etwa 25 Kilometer voneinander entfernt.

Das Virus wurde erstmals 1937 in der West-Nil-Region Ugandas entdeckt. Gleichzeitig ist der Erreger in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Europas beheimatet. In den 1990er Jahren übersprang er den Atlantik und ist nun auch in den USA.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Virus erstmals in Deutschland auftrat, hatte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts nach dem dritten Befund erklärt. Es ist unwahrscheinlich, dass das Virus den Winter überlebt.

Update vom 13. September 2018, 18:02 Uhr: West-Nil-Virus erstmals in Bayern nachgewiesen

Das West-Nil-Virus ist noch auf dem Vormarsch: Jetzt wurde der Erreger erstmals in Bayern entdeckt . Wie die dpa unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Donnerstag mitteilte, wurde das gefährliche West-Nil-Virus in einem toten Bett eines Poing-Zoos im oberbayerischen Landkreis Ebersberg entdeckt.

West-Nil-Virus: Bereits der zweite Fall in Deutschland

Wie dpa meldet, wurde das West-Nil-Virus am Donnerstag (13. September 2018) auch in einem Zoo Sachsen-Anhalt in einem Falken entdeckt. Es ist daher der dritte Fall in Deutschland . Erstmals wurde das Virus Ende August auch von einer Barteule aus einem Zoo entdeckt Halle / Saale . Das West-Nil-Virus wird von Mücken übertragen. Es befällt normalerweise Vögel, kann aber auch auf Pferde und Menschen übertragen werden. In den meisten Fällen bleibt die Infektion ohne Symptome.

Es sei nur eine Frage der Zeit, bis das Virus erstmals in Deutschland aufgetreten sei, sagt eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Das Institut geht jedoch davon aus, dass es in Deutschland in diesem Jahr vereinzelt Fälle von infizierten Vögeln geben wird. Weil die Mückensaison langsam zu Ende geht und die Erreger nicht lange bei den Insekten bleiben, sagte die Sprecherin. Daher wird das Virus den Winter wahrscheinlich nicht überleben.

Bereits 88 Todesfälle durch das West-Nil-Virus in Europa

In südeuropäischen Ländern waren in diesem Jahr viele Menschen vom West-Nil-Fieber (WNF) betroffen. Bisher wurden in Europa mindestens 88 Todesfälle gemeldet und mehr als 800 Menschen sind infiziert. Die Anzahl der nicht gemeldeten Fälle ist wahrscheinlich viel höher.

Bei Vögeln im Freien ist bislang kein Erreger nachgewiesen worden. Dies könnte daran liegen, dass dies die Aufmerksamkeit von Wildtieren nicht auf sich zieht, sagte die Sprecherin des FLI. "Ein toter Zoo wird gerade untersucht." Die Übertragung auf den Menschen ist ebenfalls sehr unwahrscheinlich: "Erst muss ein Tier infiziert werden, dann muss die Mücke den Erreger aufnehmen und sich darin vermehren und dann auf den Menschen übertragen werden." Es ist eine ziemlich lange Kette.

Auch beim Menschen verläuft die Infektion bei 80 Prozent der Menschen ohne Symptome. Der Rest kann grippeähnlich sein, wie z. B. leichtes Fieber. In Einzelfällen – insbesondere bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen – kann aber auch ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber und Meningitis auftreten. "In seltenen Fällen kann die Krankheit tödlich sein.

Update vom 12.09.2018, 10:30 Uhr: Ursprüngliche Mücken als mögliche Überträger

Da das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) davon ausgeht, dass einheimische Mücken in Deutschland Träger für Das gefährliche West-Nil-Virus wird untersucht, derzeit laufen Untersuchungen mit eingeschlossenen Mücken. Laborversuche haben gezeigt, dass beispielsweise die Gemeine Mücke (Culex pipiens) das Virus nicht nur selbst übertragen kann, sondern auch den Erreger, so der Leiter des West-Nil-Referenzlabors. Virus am FLI, Ute Ziegler

Update vom 11. September 2018, 16.05 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Europa steigt auf 74

Das West-Nil-Virus nimmt weiter zu: Die Zahl der Todesfälle in Europa ist auf mindestens 74 gestiegen, in der Europäischen Union wurden mindestens 800 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Anzahl der nicht gemeldeten Fälle dürfte wesentlich höher sein.

Woran erkennt man den Virus, welche Symptome treten auf?

Der Verrat des West-Nil-Virus besteht darin, dass die meisten Betroffenen keine oder nur harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Körperschmerzen haben. Andere typische Symptome sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Hautausschläge an Brust, Rücken und Armen sind ebenfalls möglich und treten bei etwa einem Drittel der Betroffenen auf. Gelegentlich sind Meningitis. Im schlimmsten Fall ist die Krankheit tödlich.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat am Freitag die aktuelle Anzahl der West-Nil-Viren auf seiner Website bekannt gegeben. So sind bereits 26 Menschen in Serbien gestorben, 13 in Italien, 12 in Rumänien, einer in Ungarn und einer im Kosovo. Nach Angaben des ECDC sind in Griechenland 18 Menschen gestorben, was jedoch den Angaben des griechischen Gesundheitsministeriums zuwiderläuft, nach denen am Freitag 21 Menschen gestorben sind (siehe unten).

Update vom 10. September 2018, 15:00 Uhr: Die Zahl der Toten und Infizierten in Griechenland steigt weiter an

Die Zahl der Opfer und Todesfälle im West-Nil-Fieber steigt in diesem Jahr weiter an. In Griechenland starben nach neuen Angaben des Gesundheitsministeriums 21 Menschen an den Folgen der Viruserkrankung. Fast 180 weitere Infektionen wurden registriert, die meisten auf der Peloponnesischen Halbinsel und auf dem Land um Athen sowie in der Umgebung der Hafenstadt Thessaloniki. Dies teilte ein Sprecher des griechischen Gesundheitsministeriums (Keelpno) am Freitag im griechischen Rundfunk (ERT) mit

. Derzeit werden 23 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Die tatsächliche Anzahl der Infizierten dürfte wesentlich höher sein: Die meisten Betroffenen haben keine oder harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Schmerzen im Körper. Das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

Update vom 30.08.18 (17.30 Uhr): Mit West-Nil-Virus infizierter Vogel im Zoo entdeckt: Mückenstudie in Sachsen-Anhalt

Nach Entdeckung des gefährlichen West-Nil-Virus in einer Bartkauz im Experten-Zoo Halle / Saale beginnt dort mit der Sammlung von Mücken. Damit würden Mückenfallen mit Attraktivität aufgestellt, sagte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Donnerstag auf der Insel Riems. Außerdem suchten Wasseroberflächen nach Eiern und Larven, sagt eine Sprecherin des Instituts. Mücken gelten als Überträger des Erregers, der erstmals in Deutschland bei einem Vogel entdeckt wurde.

Die Mückenbefunde aus dem Zoo wurden später gekühlt ins Labor transportiert, wo das Erbgut der Insekten auf Krankheitserreger untersucht wird. "Untersuchungen von Zoomitarbeitern sind nach unserem Kenntnisstand derzeit nicht geplant", sagte Klaus Stark vom Robert Koch-Institut. "Aber wenn klinisch vermutete Fälle auftreten, müssen sie schnell geklärt werden." [2959003] Update vom 29.08.18 (16:30 Uhr): Erstes Tier in Deutschland mit West-Nil-Virus infiziert

Bisher wird Deutschland vom West-Nil-Virus verschont. Jetzt wurde zum ersten Mal ein infizierter Vogel in diesem Land gefunden. Der Erreger des West-Nil-Fiebers wurde am Mittwoch in einer Bartkauz in Halle (Saale) entdeckt, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems mitteilte. Die südeuropäischen Länder melden derzeit immer mehr tödliche Fälle von West-Nil-Fieber, insbesondere bei älteren Menschen. In Deutschland ist die Krankheit sehr selten, bislang waren alle Betroffenen im Ausland infiziert.

Totes Bett mit Krankheitserreger infiziert

Die graue Eule wurde Mitte August in seiner Voliere tot aufgefunden, sagt FLI. Das West-Nil-Virus befällt hauptsächlich Vögel, kann aber auch von Mücken auf andere Wirte wie Pferde und Menschen übertragen werden. Wie der Erreger nach Halle gekommen ist, soll nun im Detail gezeigt werden. Es wird auch untersucht, ob Mücken in der Umgebung das Virus übertragen.

Seit vier Wochen mehr tote Wildvögel in Deutschland

Nach Angaben des Instituts werden seit vier Wochen in ganz Deutschland tote Wildvögel gefunden – die meisten sind vom Usutu-Virus befallen. Das West-Nil-Virus ist eng mit diesem Erreger verwandt. Wildvogelproben, die auf FLI an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virusinfektionen gesendet wurden, werden immer auf beide Viren untersucht. Bei Vögeln bleibt die Infektion mit dem West-Nil-Virus normalerweise asymptomatisch, erklärte das Institut. Eine Reihe von Vogelarten sind jedoch anfällig für Krankheitserreger, was zu riesigen Todesschübe führt.

Update vom 29.08.18 (12.55): Todesfälle in Griechenland

Die Zahl der Todesfälle in diesem Jahr ist in Griechenland innerhalb einer Woche von fünf auf 16 gestorben. Dies gab eine Sprecherin der Behörde Keelpno am Mittwoch von der staatlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA bekannt. Mehr als 130 weitere Infektionen wurden registriert, die meisten auf der Peloponnesischen Halbinsel und auf dem Land um Athen und in der Umgebung der Hafenstadt Thessaloniki.

Die Zahl der Infizierten dürfte viel höher sein. Die meisten Betroffenen haben keine oder harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Körperschmerzen, wie ein Arzt im staatlichen Rundfunk erklärte. Die Bewohner wurden aufgefordert, Verdampfer oder andere Insektizide zu verwenden – das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

Typische Symptome sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Etwa ein Drittel der Patienten hat Hautausschläge in Brust, Rücken und Armen. Gelegentlich sind Meningitis. Im schlimmsten Fall ist die Krankheit tödlich. In Westdeutschland ist das West-Nil-Fieber sehr selten und wurde immer nach Übersee importiert.

Andere Länder melden Todesfälle

Viele südeuropäische Länder melden zunehmend tödliche Fälle von West-Nil-Fieber. Fieber. In Serbien gibt es seit Jahresbeginn 21 bestätigte Todesfälle, teilten die Behörden am Mittwoch mit.

In Griechenland, Italien und Serbien wurden insgesamt rund 400 weitere Infektionen festgestellt.

In Italien breitet sich der Erreger wöchentlich auf mehr Nervensystempatienten aus, wie aus ISS-Berichten hervorgeht. Insgesamt waren 103 der 255 bestätigten Infektionen daher schwerwiegend. Laut der Nachrichtenagentur Ansa wurden im gesamten Jahr zuvor nur 55 Infektionen registriert, 27 davon mit schwerwiegenden Ereignissen. Nur eine Person.

Update vom 24.08.18: Zwei Tote und 68 Kranke in Israel

Wie die deutsche Presseagentur (dpa) am Freitag berichtete, leben nun auch zwei Menschen in Israel auf dem von Mücken übertragenen West-Nilfeber. Die Opfer waren 85 und 75 Jahre alt und beide hatten eine Krankengeschichte, bestätigte das Gesundheitsministerium am Freitag. 68 Menschen waren ebenfalls krank, die meisten älter. Medienberichten zufolge sind insgesamt 14 Betroffene in einem schwerwiegenden Zustand.

Nach Angaben der Times of Israel ist die Anzahl der zuvor gemeldeten Fälle doppelt so hoch wie im Vorjahr. Es gab Mücken mit dem Virus in mehreren Küstengebieten. August bis Oktober ist die Hauptzeit für West-Nil-Fieber in Israel.

Reise- und Sicherheitshinweise für betroffene Gebiete beachten

Das Zentrum für Reisemedizin (CRM) und der Deutsche Auswärtige Dienst (AA) zeigen jetzt auch ihre Reise- und Sicherheitshinweise zu den Gefahren an. In Griechenland zum Beispiel handelt es sich bei Attika um die Hauptstadt Athen, in Norditalien um die Regionen Emilia-Romagna, Venetien, Lombardei und Piemont sowie Teile von Ungarn und Rumänien.

Das West-Nil-Fieber Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die von Zugvögeln übertragen und von Mücken auf den Menschen übertragen wird, erklärt AA. In Italien wurden 2018 bereits mehr als 120 Fälle mit mehreren Todesfällen gemeldet. In Rumänien gab es mehr als 30 Fälle und einen Todesfall.

11 Todesfälle durch das West-Nil-Virus in Griechenland

In diesem Jahr sind in Griechenland bereits elf Menschen an den Folgen des West-Nil-Fiebers gestorben. Mindestens 96 weitere Menschen wurden krank, die meisten auf der Peloponnes-Halbinsel und auf dem Land im Osten Athens. Die zuständige Behörde des Gesundheitsministeriums, Keelpno, gab am Donnerstag bekannt.

Die Zahl der Infizierten dürfte sogar noch höher sein: Die meisten Patienten zeigten keine oder harmlose Symptome wie Kopfschmerzen und Körperschmerzen, teilten Ärzte im staatlichen Rundfunk mit. Die Bewohner wurden aufgefordert, Verdampfer oder Salben gegen Insekten zu verwenden. Typische Symptome der Viruserkrankung sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Etwa ein Drittel der Patienten hat Hautausschläge in Brust, Rücken und Armen. Gelegentlich sind Meningitis. Im schlimmsten Fall ist die Krankheit tödlich. Es gibt keine Impfung.

28 Todesfälle und mehr als 300 Opfer: West-Nil-Fieber nimmt in Südeuropa zu. Das Virus verursacht schwere Symptome. Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Gliedmaßen oder Durchbrüchen sind keine Seltenheit. Aufgrund der Infektion kann es auch zu Gehirn- und Hirnentzündungen sowie Lähmungen kommen. Diese könnten im schlimmsten Fall zum Tod führen. Bei 80 Prozent der Betroffenen bleibt das Virus jedoch unbemerkt.

Reisende, die 2018 noch Urlaub in Regionen Südeuropas machen wollen, sollten immer auf einen guten Möbelschutz achten. Weitere Informationen erhalten Sie im Video (08.09.18).


Autan Protection Plus

Nach Angaben der EU-Suchschutzagentur ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) wurden zwischen dem 3. und 16. August 2018 273 Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet. 14 Menschen sahen dort den Tod, teilten die Behörden mit.

Allein zwischen dem 10. und 16. August 2018 meldeten die EU-Mitgliedstaaten erneut 41 Fälle von West-Nil-Fiebers.

Foto: Andreas Lander / dpa


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