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Größter Börsengang aller Zeiten: Aramco-Aktien beginnen bei 8 USD



Der Börsengang des weltgrößten Ölkonzerns Saudi Aramco geht in eine heiße Phase. Am Sonntag fiel der Startschuss für das Zeichnen von Zeitungen. Es ist möglicherweise die größte Börsennotierung der Geschichte.

Die saudische Gruppe teilte am Sonntag mit, dass die Preisspanne für die drei Milliarden Aktien – ein Anteil von 1,5 Prozent – zwischen 8,00 und 8,50 US-Dollar lag. Somit könnte der Börsengang ein Volumen von bis zu 25,6 Milliarden US-Dollar erreichen, was ihn zum größten jemals macht. Bisher war das Debüt des chinesischen Internetgiganten Alibaba im Jahr 2014 mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar die größte Börsennotierung der Geschichte.

Laut Reuters-Berechnungen, die auf der Preisspanne basieren, würde Saudiaramos Rating zwischen 1

,6 und 1,7 Billionen US-Dollar liegen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte zuvor 2 Billionen Dollar ins Visier genommen.

Aktien sind bei saudischen Privatinvestoren sehr gefragt.

Ein halbes Prozent des staatlichen 8,5-Milliarden-Dollar-Unternehmens wird an Privatinvestoren verkauft. In Saudi-Arabien läuft seit Wochen eine Werbekampagne mit Plakaten auf den Straßen und Einkaufszentren. Das Gesprächsthema in sozialen Medien, in Cafés oder bei Familientreffen ist das Börsendebüt von Aramco. "Niemand will die Chance verpassen", sagte Ahmed Sanad, der für sich und seine Familie bei einer Bank in der Hauptstadt Riad arbeitet. "Es gibt derzeit keine bessere Alternative."

Die Banken haben bis zum Ende der Zeichnungsfrist für Privatanleger am 28. November geöffnet, um den erwarteten Angriff in den Griff zu bekommen. Berichten lokaler Zeitungen zufolge wollen bis zu fünf Millionen Menschen Papier schreiben. Saudische Privatanleger erhalten eine Bonusaktie für zehn Aktien, die sie kaufen, wenn sie sie mindestens 180 Tage in ihrem Depot aufbewahren.

"Nationale Zeichnungspflicht für Aktien!"

Die Regierung appelliert an wohlhabende Landsleute, ihr Investitionsgeld, das Sie im Ausland wieder angelegt haben, in Ihrem Heimatland anzulegen. Viele sehen dies als Ausdruck ihres Patriotismus, insbesondere nach den Angriffen auf die Aramco-Ölpflanzen im September. Für diese Angriffe werfen die USA und Saudi-Arabien dem archenämischen Iran vor. Kolumnist Anwar Aboalela schrieb auf Twitter: "Die Teilnahme am Börsengang ist eine nationale Verpflichtung für jeden, der es sich leisten kann."

Auch die Religionsvertreter im Königreich trommelten auf dem Boden. "Aramco ist eine Säule der arabischen Wirtschaft", sagte Scheich Abdullah al-Mutlak in einer Radiosendung. Investition ist erlaubt.

Institutionalisten haben mehr Zeit

Die Zeichnungsfrist für institutionelle Anleger läuft bis zum 4. Dezember. Allerdings werde der Konzern seinen Börsengang nicht im Ausland vermarkten, sagten mehrere Insider.

Die Pläne für einen Börsengang des Ölgiganten hatten Kronprinzen Mohammed 2016 öffentlich gemacht, wurden aber immer wieder verschoben. Er will sein Land unabhängiger von Öleinnahmen machen und die Einnahmen aus der Emission in andere Branchen investieren.

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Quelle: boerse.ard.de


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