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Fußball-Bundesliga: Iranisches Fernsehen zensiert Bibiana Steinhaus



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Absurde Szenen Iranisches Fernsehen Zensierte Bibiana Steinhaus

| Vortrag: 2 Minuten

  Richter Bibiana Steinhaus (R) Debatte   Richterin Bibiana Steinhaus (R) Debatte

Bibiana Steinhaus zeigte im Kölner Clubspiel eine hervorragende Leistung gegen die Bayern. Allerdings haben die iranischen Fernsehzuschauer nichts von

Quelle: AFP / PATRIK STOLLARZ

In Deutschland richtet ein Schiedsrichter die Bundesliga. Im Iran wäre das undenkbar. Mehr noch: Wenn es im Fernsehen Spiele mit Bibiana Steinhaus gibt, sind es absurde Szenen.

E s sollte im iranischen Staatsfernsehen generell wenig Spaß machen. Die Propagandamaschine in "Theokratie" muss sich an die Richtlinien für die religiöse Führung im Land halten, unabhängiger Journalismus ist unmöglich.

Das ist problematisch, auch wenn Frauen im Fernsehen auftreten. Im Allgemeinen werden Frauen im Iran von der Scharia, dem islamischen Religionsgesetz, unterdrückt und diskriminiert. Sie können nicht ohne die Zustimmung ihres Ehemannes reisen, vor Gericht ist ihr Zeugnis nur halb so viel wie ein Mann. Und sie müssen erklären, von der ersten Klasse. Sogar im Fernsehen.

Jetzt erscheinen die gleichen Bundesligaspiele im Iran. Die Iraner lieben Fußball, aber Frauen sind in den Arenen nicht erlaubt. In jüngerer Zeit erklärten sich fünf Frauen und Bärte, ihre Lieblingsmannschaft live zu sehen. Der TV hatte nun ein Problem, das an diesem Wochenende der FC Bayern gegen den 1. FC Köln gespielt hatte.

Es hatte nichts mit den beiden Mannschaften zu tun, sondern mit dem Schiedsrichter – genauer: dem Schiedsrichter. Bibiana Steinhaus führte das Spiel, seit dieser Saison ist sie die erste Schiedsrichterin, die in der höchsten deutschen Liga pfeift.

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Für den iranischen TV-Regisseur eine echte Herausforderung. Weil Steinhaus natürlich kein Kopftuch hatte, konnte es theoretisch nicht ausgestellt werden. Was dann geschah, zitiert die iranische ARD-Korrespondentin Natalie Amiri auf Twitter wie folgt: "Steinhaus wurde nur in großen Einstellungen gezeigt, und jedes Mal kam es zu engeren Kameraeinstellungen", zeigte sich das iranische Staatsfernsehpublikum.


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