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Fortuna Düsseldorf und der scheinbare Frieden von CEO Thomas Röttgermann





So schön kann es für Fortuna Düsseldorf sein. Wenn der Verein seine Mitglieder am Sonntag zur Hauptversammlung empfängt, blicken die jüngsten sportlichen Erfolge wirklich zurück: Auf die überraschend hervorragende Liga der vergangenen Saison, den sicheren Derbysieg gegen den 1. FC Köln Anfang November, Winter im DFB-Pokal.

Es sollte jedoch beim Clubtreffen für Fortuna-Funktionäre unangenehm sein. Grund ist der Deal mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann. Im September berichtete SPIEGEL über das App-Projekt "MySport", das Röttgermann ̵

1; ohne Kenntnis des Fortuna-Aufsichtsrats – mit seinem Job in Düsseldorf gefahren war (lesen Sie die Geschichte hier). Außerdem hatte Röttgermann einen seiner beiden "MySport" -Kollegen als Direktor bei Fortuna zusanz.

Pressemitteilung, die als Freispruch für Röttgermann gilt

. In der Sektion gab Röttgermann wiederholt zweifelhafte Aussagen ab. So sagte er gegenüber SPIEGEL, als er im April sein Amt in Fortuna antrat, "beendete er sofort jede geschäftliche oder finanzielle direkte oder indirekte Beteiligung an dem Projekt". Mehrere E-Mails weisen darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Anfang September war Röttgermann als Mitverantwortlicher für alle Projektaufgaben bei "MySport" in einen internen "Implementierungsplan" aufgenommen worden.

Der Verwaltungsrat von Fortuna hält jedoch an seinem Verwaltungsrat fest. Ende Oktober gab der Verband in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Aufsichtsbehörde "noch überzeugt" sei, dass Röttgermann die "richtige Person" sei. In den gemeinsamen Diskussionen stellte sich heraus, "dass die anderen Mitwirkenden an der Entwicklung der App-Idee den Vortrag von Thomas Röttgermann bestätigt haben, dass er die unternehmerische Zusammenarbeit zu Beginn seiner Arbeit in Fortuna Düsseldorf verlassen hat" und "in der Sektion nur Support aktiv war". [19659007] Auch Röttgermann durfte sprechen. Er freut sich, dass der Vorstand "meine Präsentation bestätigt hat".

Fantastische Aussagen – ursprünglich nicht als interne Nachrichten geplant, beweisen. Am 22. Oktober hat der Vorstandsvorsitzende Reinhold Ernst einen Vorschlag für die später veröffentlichte Stellungnahme an die anderen Ratsmitglieder geschickt, er ist früher SPIEGEL. Es enthält Sätze, die später nicht endgültig sind. Beispielsweise ergab die interne Untersuchung, dass "der Verweis auf die App-Idee umfangreicher war als ursprünglich angegeben". Oder: "Die Art der Information und Verarbeitung durch Thomas Röttgermann" entspricht nicht "unserem Verständnis einer Vertrauensbeziehung".

Sinneswandel nach Intervention der Vorstandsmitglieder

Tatsächlich hatte eine interne Untersuchung weitere strafrechtliche Beweise gegen Röttgermann ergeben. Am 8. Oktober sandte Reinhold Ernst eine Nachricht an seine Vorstandskollegen. Darin teilt Ernst mit, dass "zwei zusätzliche E-Mails" zum Thema "MySport" mit Röttgermann gefunden wurden. Darüber hinaus soll Röttgermann "MySport" einen für Geschäftspartner produzierten "Click Dummy", also eine Art Demoversion der App, sowie ein "Erklärvideo" für "MySport" vorgelegt haben. Zumindest steht das in einer E-Mail eines Vorstandsmitglieds.

Der erste Entwurf einer Stellungnahme, in der Röttgermann kritisiert wurde, konnte jedoch nicht veröffentlicht werden. Wo war der Sinneswandel?

Er geht auf das Eingreifen einiger Mitglieder des Aufsichtsrats zurück. Dirk Böcker, ein Ex-Profi, ist der erste. Nachdem Präsident Ernst am 22. Oktober seine Erklärung abgegeben hatte, kontaktierte ihn Böcker per E-Mail. Er beschwert sich, dass Röttgermann von bestimmten Aussagen behandelt wird, er betrachtete solche Sätze als "unwirksam und sogar fehlerhaft". Es ist zwingend erforderlich, dass "wir unserem VV (Vorsitzender des Verwaltungsrates, Hrsg.) Nicht erlauben, auf der Lichtung" erschossen "zu bleiben".

Nach einem kurzen Briefwechsel bricht der Vorstandsvorsitzende von Ernst ein: "Wir werden einen neuen Textvorschlag vorlegen", schreibt der Wirtschaftsanwalt in die Bücher, als wäre er kein Vorgesetzter, sondern ein Auftragsempfänger. Infolgedessen plädieren die Aufsichtsratsmitglieder Sebastian Fuchs und Björn Borgerding auch dafür, Röttgermann in die eigentliche Mitteilung einzubeziehen. Am Ende steht eine Pressemitteilung, die als Freispruch für Thomas Röttgermann gilt. Warum stärkt der Verwaltungsrat seinen CEO weiter, obwohl er mehrfach bewiesen hat, dass er das Gremium betrügt?

Eine SPIEGEL-Anfrage nach Fortuna Düsseldorf blieb unbeantwortet. Der Vorstandsvorsitzende Ernst beantwortete die Frage, ob er einen ersten Entwurf der Pressemitteilung auf Empfehlung anderer Aufsichtsratsmitglieder wie folgt geändert habe: "Der Aufsichtsrat wird auf der Sitzung am kommenden Sonntag über die Themen" MySport / Thomas Röttgermann "und" Robert Schäfer "berichten." betonte, dass "Click Dummy" und "Erklärungsvideo" vor seiner Zeit in Fortuna erstellt wurden, ließ jedoch eine direkte Nachfrage nach einer möglichen Präsentation dieser Geräte während seiner Zeit in Fortuna unbeantwortet.

Dass Christian Veith offensichtlich zu viel war. Der Senior Partner der Boston Consulting Group gab letzte Woche bekannt, dass er als Vorstandsmitglied in Fortuna zurückgetreten ist. Veith gab seiner Meinung nach die Erklärung des Vereins zu Themen an, die Röttgermann "in die Irre führte".

Aber Röttgermann sitzt noch im Sattel. Bei ihrem Vorgänger als CEO Robert Schäfer hatten die Manager weniger Geduld. Schäfer war im April entlassen worden, der Vorstandschef Ernst begründete dies mit einem "intensiven Vertrauensverlust". Was genau da war, ist noch unklar. Darüber hinaus, wenn mit Schäfer eine Vereinbarung über die Kündigung von Verträgen besteht. Die Geistlichen erhalten weiterhin eine Bezahlung von Fortuna.


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