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Falsche Nikotinansprüche: Verbot des Verkaufs von E-Zigaretten ab JUUL! – Leipzig



Düsseldorf – Dicke Luft in der heiß umkämpften E-Zigaretten-Marke! Das US-amerikanische Unternehmen JUUL Labs verfügt nach gerichtlichen Entscheidungen derzeit nicht über Nachfüllpatronen ("Ski", 4 Stück für 13 Euro) für seine E-Zigaretten in Deutschland.

Der deutsche Konkurrent Niko Liquids Trading GmbH aus Essen hatte vor dem Amtsgericht Düsseldorf zwei einstweilige Verfügungen gegen die Amerikaner erwirkt.

Gerichtssprecher: "Die Patronen dürfen erst nach Ablauf der Verbote auf dem Markt angeboten werden."

Falsche Darstellung des Pakets

Der Hof stellte fest, dass JUUL Labs keine Nachfüllpatronen auf den Markt gebracht hatte, ohne dass das Symbol eines "gekreuzten Rollkorbs" "für sich" stand. Also der Hinweis, dass diese nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden dürfen.

Außerdem durfte JUUL keine Kartuschen für seine Verdampfer anbieten, "deren Nikotingehalt von dem auf der Umverpackung angegebenen Nikotingehalt abweicht". Denn offensichtlich hatte JUUL E-Zigaretten mit einem behaupteten Nikotingehalt von 20 Milligramm verkauft. Bei Labormessungen wurde jedoch tatsächlich ein signifikant anderer, meist niedrigerer Wert gefunden.

Ein Sprecher von JUUL Labs on PICTURE: "Das Verbot des Nikotingehalts in der Verpackung ist umsonst, da JUUL im August einen Produktwechsel vorgenommen hat und nur noch wochenlang neue Produkte in den beiden Nikotinstärken 1

8 mg / ml und 9 mg / ml anbietet, die ist von diesem Verbot nicht betroffen. "Und weiter:" Derzeit ist nur eine geringe Menge an Rückständen aus der ersten Produktgeneration auf dem Markt. Die größten Mengen wurden bereits ersetzt. "

Bis zu 250.000 Euro Strafe

Die Nichteinhaltung von JUUL-Anordnungen der Düsseldorfer Richter droht mit einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro – oder einer Haftstrafe von sechs Monaten für Vorstandsvorsitzenden Markus Kramer.

Aber die Entscheidung des Gerichts wird nicht das letzte Wort sein.

JUUL Labs: "Wir sind mit der Vorentscheidung des Düsseldorfer Landgerichts nicht einverstanden und werden sie sofort anfechten. Wir sind überzeugt, dass unsere Produkte in Deutschland sowohl der deutschen als auch der EU-Gesetzgebung entsprechen." Die Entscheidung über das Recyclingetikett und das andere ist in Vorbereitung.

Erster Tod in den USA

Die Entscheidungen der deutschen Richter treffen JUUL zum ungünstigsten Zeitpunkt. Da in den USA das Unternehmen gerade in Verruf geraten ist, wurden mehrere E-Zigaretten-Konsumenten mit Lungenbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.

Am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte das US-Gesundheitsministerium (CDC) neue Zahlen zu Krankheiten, die offensichtlich mit dem Konsum von E-Zigaretten zusammenhängen. So wurden 530 Fälle von Lungenerkrankungen registriert und sieben Patienten starben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25 Jahre, drei Viertel der Betroffenen sind Männer. 16 Prozent der Betroffenen sind Minderjährige.

Die Betroffenen leiden unter Symptomen wie schweren Atemproblemen und Brustschmerzen, und viele benötigen künstliche Beatmung. Mehrere Teenager in den USA liegen im künstlichen Koma. Die US-Bundesstaaten Michigan und New York haben bereits ein Verbot von aromatisierten E-Zigaretten eingeführt – und in Kalifornien warnen die Behörden bereits vor Plakaten vor Verdampfern. Der Slogan: "Sieht aus wie Technologie, wirkt wie Gift."

Erster US-Supermarkt stellt Verkauf ein

Infolge der Vorfälle kündigt der US-Einzelhandelsriese Walmart den Verkauf von E-Zigaretten an. Angesichts der gestiegenen Gesetzgebung und der Unsicherheit über die mit diesen Produkten verbundenen Risiken wird der Verkauf nun eingestellt, teilte das Unternehmen am Freitag (Ortszeit) mit. Die bestehenden Läden würden weiterhin verkauft, dann werde das E-Zigaretten-Geschäft nicht weitergeführt.

Hintergrund: Seit dem 19.12.2018 sind in Deutschland E-Zigaretten des amerikanischen Herstellers JUUL Labs erhältlich. Im Gegensatz zu normalen Zigaretten produziert die elektronische Version keinen Tabakrauch, der viele schädliche Substanzen enthält. Das Unternehmen ist mit einem Marktanteil von 70 Prozent (Ende 2018) der US-amerikanische Marktführer für E-Zigaretten.


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