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Ehemaliger Präsident: Christian Wulff hält den Islam als “notwendiger denn je”



Deutschland Ehemaliger Bundespräsident

Christian Wulff glaubt, dass seine Meinung zum Islam “notwendiger denn je” ist

| Lesezeit: 3 Minuten

Christian Wulff bestätigt seine Aussage zum Islam

Zehn Jahre nach seiner Aussage “Der Islam gehört jetzt zu Deutschland” hält der frühere Bundespräsident Christian Wulff die Aussage für “notwendiger denn je”. Es gab mehr Gegner einer bunten Republik.

“Der Islam gehört jetzt auch zu Deutschland”: Es ist zehn Jahre her, seit Christian Wulff hitzige Debatten mit dieser Bedeutung auslöste. Jetzt bestätigt der ehemalige Präsident seine Richtigkeit – und lobt das Auswärtstrikot des 1. FC Kölns.

MITEin Jahr nach der hitzigen Diskussion über seine Meinung “Der Islam gehört jetzt auch zu Deutschland” hält der frühere Bundespräsident Christian Wulff an der Aussage fest. “Ich denke, das Urteil ist notwendiger denn je”, sagte Wulff gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. “Die Gegner der Vielfalt, einer farbenfrohen deutschen Republik, die mit Minderheiten zu gleichen Bedingungen leben, haben zugenommen.”

Es wäre gut für die Debatte, wenn mehr Politiker das Urteil natürlich aussprechen würden, sagte Wulff. Menschenwürde und Religionsfreiheit sind in der Verfassung garantiert. “Es ist also nicht zu leugnen, dass Moscheen heute Teil unseres alltäglichen Images sind und dass religiöse Belange von Muslimen berücksichtigt werden sollten.”

Er begrüßt daher die Tatsache, dass der 1. FC Köln seine Auswärtstrikots mit der Silhouette der Stadt mit dem Dom und der Zentralmoschee bedrucken ließ. „Es ist ein sicherer Weg, mit Vielfalt umzugehen. Integrieren, sagt Wulff.

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Als Bundespräsident sagte Wulff in seiner Rede am Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2010, dass der Islam neben Christentum und Judentum nun auch zu Deutschland gehört. Danach brach eine hitzige Debatte über Integration und Identität aus.

Der ehemalige CDU-Politiker sagte, dass das Urteil zu dieser Zeit an Bedeutung gewonnen habe, weil es von Thilo Sarrazin auf dem Höhepunkt der Debatte über das Buch “Deutschland schafft sich selbst ab” ausgesprochen worden sei. “Die Stimmung im Land hatte sich erheblich verändert, und es war mein Versuch, diese Debatte zurückzunehmen und zum Kern der Verfassung zu bringen”, sagte Wulff.

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Nach seiner Rede tauchte das “Unverständliche” auf. Nach den Morden an der Terrorzelle der NSU wurde die Liste der rechtsextremistischen Morde in Kassel, Halle, Hanau und vielen anderen Orten fortgesetzt.

“So viel Hass, Radikalisierung und Böses”

Wulff forderte mehr moralischen Mut und Dialog zwischen Einwanderern und Einheimischen. Nach rechtsextremistischen Angriffen wurde wiederholt das Bild vermittelt, dass die Täter “auffällig, eigentlich freundlich und leicht zugänglich, nette Nachbarn oder Gewehrbrüder” seien. “Ich bezweifle, dass diese Täter hier und da keinen Inhalt geäußert haben, den die Umwelt klar und eindeutig ablehnen sollte”, sagt der 61-Jährige.

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Wulff sagte weiter, er sei besorgt, “dass wir in einer Zeit, in der es unserem Land wirtschaftlich besser geht als jemals zuvor, so viel Hass, Radikalisierung und Böses erleben”. Darauf folgt die Frage, “wie die Gesellschaft in den nächsten Jahren diskutieren und abstimmen wird, wenn die Luft aufgrund von Corona und des globalen Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt dünner wird”.

Rechtsextremistische Foren sind voller Verschwörungstheorien und Bosheit gegen “die dort oben”, sagte Wulff. “Ich sehe die Gefahr, dass mehr Menschen darin gefangen werden.”

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