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Arbeitswelt: Die Corona-Krise hilft dem Home Office, einen Durchbruch zu erzielen



Laut einer Studie wollen viele Unternehmen in Deutschland nach der Koronakrise in ihrem Home Office bleiben – auch in der Industrie. Vor dem Ausbruch der Pandemie arbeitete laut einer Bewertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nur jedes vierte Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, zu dem der Maschinenbau, die chemische Industrie und die Automobilindustrie gehören, regelmäßig von zu Hause aus. Jetzt sind es fast 50 Prozent. In der Zeit nach der Krise planen rund 37 Prozent der Unternehmen die Nutzung von Home Offices. Das ZEW befragte 1.765 Unternehmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe und 990 aus der Informationsindustrie.

“Aufgrund der neuen Erfahrungen und Erkenntnisse planen viele Unternehmen, ihr Home Office nach der Krise intensiver zu nutzen als vor der Koronapandemie”

;, sagte ZEW-Experte Daniel Erdsiek. Die Veränderungen in der Informationswirtschaft, zu denen der IKT-Sektor, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister gehören, sind noch deutlicher als in der Industrie. “Schon vor der Krise nutzte fast jedes andere Unternehmen ein Home Office in der Informationswirtschaft, da hier deutlich mehr Aktivitäten für flexibles Arbeiten geeignet sind”, erklärte Erdsiek. Fast zwei Drittel der Unternehmen planten nun, auch nach der Krise Home Offices zu nutzen.

Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch in der Informationsbranche erwarten hauptsächlich größere Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten eine dauerhafte Steigerung der Hausaufgaben (56 und 75 Prozent). Insgesamt gab etwa jedes dritte Unternehmen an, kurzfristig in neue Technologien investiert zu haben, um seine Home Offices in Krisenzeiten nutzen zu können.

Ikone: Spiegel


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