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Die Eisenbahn ist billiger, fliegt teurer



Nach mehr als 18-stündigen Verhandlungen in Deutschland haben sich die Führung der Union und die SPD auf ein Klimaschutzpaket geeinigt. Das Paket sollte ein Gesamtvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro und 70 Aktionen haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich trotz Kritik vieler Umweltschutzorganisationen optimistisch, "die Klimaziele bis 2030 zu erreichen und den Grundstein dafür zu legen". Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick:

CO2-Preis: Klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) soll als zentrales Element einen Preis erhalten und Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern ̵

1; eine Entsendung ist aber in moderatem Umfang geplant. Der CO2-Preis soll ab 2021 mit einem Festpreis für Verschmutzungsrechte von zehn Euro pro Tonne CO2 beginnen. Bis 2025 soll der Preis schrittweise auf 35 Euro steigen. Nur dann würde sich der Preis für Verschmutzungsrechte auf dem gesamten Markt bilden.

  Welt aus Protest
Zehntausende waren in Australien auf den Straßen.

Bild: APA

Höherer Pendlerbeitrag: Als Gegenleistung für den CO2-Preis, der dem Staat Milliarden von Zusatzeinkommen einbringt, erhöht sich die Pendlersteuer. Für jeden Entfernungskilometer sollen 35 statt 30 Cent von der Steuer abgezogen werden – allerdings erst ab dem 21. Kilometer und vorübergehend bis Ende 2026.

Günstige Züge und teurere Flugtickets: Die Koalition will auch billiger und teurer trainieren Flüge tun. Beispielsweise wird erwartet, dass die Mehrwertsteuer auf Fernreisetickets von 19 auf 7 Prozent sinkt. Zum anderen soll die Luftverkehrssteuer für den Start deutscher Flughäfen bis zum 1. Januar 2020 angehoben werden.

Mehr Elektroautos: Um die schwache Nachfrage nach Elektroautos zu steigern, sollen Bund und Hersteller die Kaufprämie erhöhen – für Autos mit einem Preis unter 40 000 euro. Die Kraftfahrzeugsteuern sollten stärker als bisher auf die Kohlendioxidemissionen ausgerichtet sein. Elektroautos sind bis 2025 von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

  Weltweit protestieren
Auch die Japaner forderten Klimaschutzmaßnahmen.

Bild: Reuters

Abschaffung der Ölheizung: Wer eine alte Ölheizung durch ein klimafreundlicheres Modell ersetzt, soll eine "Ersatzprämie" von bis zu 40 Prozent der Kosten erhalten. Die Installation neuer Ölheizungen sollte ab 2026 verboten werden.

Jährliche Tests : Eine unabhängige Stelle sollte jährlich prüfen, ob der Zeitplan für die Klimaziele für 2030 eingehalten wird. Ist dies nicht der Fall, erfolgt eine Nachsorge.

Welt aus Protest

Gestern streikten weltweit rund 2300 Städte in mehr als 130 Ländern für mehr Klimaschutz. Von der Antarktis bis nach Venezuela waren Millionen von Menschen auf den Straßen – sowohl Teenager als auch Erwachsene. Die größte Sammlung befand sich in New York.

Anlass für die weltweiten Proteste ist der anstehende UN-Klimagipfel in New York. Umweltaktivisten wollen mit ihren Protesten auf der ganzen Welt den Druck auf die Teilnehmer des Klimatreffens erhöhen, ihre Anstrengungen und Ambitionen zu steigern.

Die Klimaproteste werden in den nächsten Tagen fortgesetzt: Höhepunkt sind die internationalen Massendemonstrationen am 27. September für mehr Klimaschutz.

Splitter

Ein weiterer Abschluss: Umweltaktivisten von "Scientists4Future" liefern neue wissenschaftliche Fakten zum Klimawandel. Demnach ist die weltweite Durchschnittstemperatur – im Vergleich zu den Jahren 1850 bis 1900 – bereits um einiges gestiegen. Es wurde auch nachgewiesen, dass die Menschen fast ausschließlich für diese Temperatur zuzüglich ihrer Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

Wachsende Not: Über die Weltgemeinschaft Einer Studie zufolge werden bis 2050 jährlich etwa 200 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigen, um den Auswirkungen der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Die Kosten hierfür würden bereits mehr als 12 Milliarden US-Dollar pro Jahr betragen und könnten bis 2030 auf 20 Milliarden US-Dollar steigen, warnte das Rote Kreuz.

Mehr Flüchtlinge: Bei einer globalen Erwärmung von zwei Grad Celsius würde die Menschheit etwa 280 Millionen zusätzliche Flüchtlinge benötigen. Dies wurde kürzlich vom IPCC berechnet. Insbesondere Küstenstädte in den USA, China und Indien könnten durch regelmäßige Überschwemmungen und jährlich auftretende Wirbelstürme zerstört werden und die Bewohner zur Flucht zwingen.

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